I-Sonic

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    I-Sonic – MAK Nite, CAT OPEN

    Performative Installation Kugelkopf I – Kindly Alien. Aus der Serie Landscapes of Desire

    Performance/Tanz: Andrea Nagl
    Video: Markus Wintersberger  (Die Zone)
    Sound: Alois Huber (Kindly Alien)

    Fortsetzung der Installation im Rahmen der intermedialen Performance Kindly Alien 2010 in die Version einer performativen Skulptur

    “Was ist sie jetzt? Ein Mensch oder eine Skulptur? Wer oder was will sie sein?”

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    Dokumentation auf flickr , picasa

    Dokumentation medienwerkstatt

    Dokumentation tagrTV

    Dokumentation MAK 

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    Textcluster Kugelkopf

    "Das sogenannte "heilige Theater", in dem das Unsichtbare aufscheint, ist in dieser Stille verwurzelt, aus der alle möglichen bekannten und unbekannten Bewegungen erwachsen können." (Brook, 110).
    "(...) warum es kein Vakuum gibt bzw. keinen Raum ohne Körper. Es bewegt sich ja kein Körper aus einem Ort fort, ohne dass ein anderer nachrückte. Die Seele zwar verlässt ihren eigenen Körper nach dem Leben, den universalen Körper aber kann sie niemals verlassen (...)" (Bruno, 130).
    "Und weil wir unseren Körper nicht vollkommen besitzen – denn wir wohnen in ihm - , müssen wir uns über die Anderen verstehen." (Weber, 162).
    "Der Heilige stellt, was Qualität betrifft, die Verwandlung von etwas ursprünglich nicht Heiligem dar. Das Theater basiert auf Beziehungen zwischen Menschen, die, da sie menschlich sind, per Definition nicht heilig sein können." (Brook, 88).
    "Leben als solches ist bereits Gefühl, und das Bewusstsein spiegelt dieses fühlende Leben wider" (Weber 104).
    "Wenn auch nicht alle zusammengesetzten Körper Lebewesen sind, so muss man doch alle als beseelt erkennen; freilich ist die Seele in allen von derselben Gattung, auch wenn sie nicht von ein und demselben Akt ist, der ja den sich beständig verändernden Dispositionen der Materie und der Ideen ausgesetzt ist." (Bruno, 131).
    "Wenn ein Darsteller eine etablierte soziale Rolle übernimmt, wird er im allgemeinen feststellen, dass es bereits eine bestimmte Fassade für diese Rolle gibt." (Goffman, 28).
    "Es ist nämlich genauso natürlich, die Erlösung von den Fesseln anzustreben, wie wir kurz zuvor in einer gewissen freiwilligen und aus eigenem Antrieb zustande gekommenen Neigung von denselben gebunden werden konnten." (Bruno, 204).
    "Außer jenen Leuten in der Dienstbotenrolle gibt es noch andere Personengruppen, die manchmal behandelt werden, als seien sie nicht da; die sehr jungen, die sehr alten und die Kranken sind allgemeine Beispiele. " (Goffman, 139)
    "Der Überdruss ist das Ende eines mechanischen Lebens, gleichzeitig aber auch der Anfang einer Bewusstseinsregung. Er weckt das Bewusstsein und bereitet den nächsten Schritt vor. Der nächste Schritt ist die unbewusste Umkehr in die Kette oder das endgültige Erwachen. Schließlich führt dieses Erwachen mit der Zeit folgerichtig zu der Lösung: Selbstmord oder Wiederherstellung." (Camus, 20).
    "Wenn ein Einzelner vor anderen erscheint, stellt er bewusst oder unbewusst eine Situation dar, und eine Konzeption seiner selbst ist wichtiger Bestandteil dieser Darstellung." (Goffman, 221).
    "Wenn der Mensch erkennen würde, dass auch das Universum lieben und leiden kann, dann wäre er versöhnt." (Camus, 24).
    "In der einen Mitte ist jede Wirkkraft heftiger, da die Geraden wie Strahlen von allen Seiten zum Zentrum hin stehen und alle sich in der Engstelle und im Unteilbaren zusammenbündeln." (Bruno, 350).
    "So verlange ich von dem absurden Kunstwerk das, was ich vom Denken verlangte: Auflehnung, Freiheit und Mannigfaltigkeit. Dann wird es die tiefe Nutzlosigkeit manifestieren." (Camus, 120).
    "Es gibt immer ein Ensemble von Personen, deren Tätigkeit auf der Bühne in Verbindung mit den verfügbaren Requisiten die Szene bildet, aus der das Selbst der dargestellten Rolle entspringt, und es gibt ein anderes Ensemble, das Publikum, dessen Interpretationsfähigkeit für dieses Auftreten notwendig ist." (Goffman 231).
    "Jeder Ort, der durch feste Wahrnehmungsschranken abgegrenzt ist und an dem eine bestimmte Art von Tätigkeit regelmäßig ausgeübt wird, ist eine gesellschaftliche Einrichtung." (Goffman, 217).
     "(...) dass das Verhalten auf der Hinterbühne Eigenschaften aufweist, die Psychologen als "Regression" bezeichnen. Die Frage bleibt natürlich, ob die Hinterbühne dem Einzelnen erst die Möglichkeit dazu gibt oder ob Regression im klinischen Sinne nicht einfach Hinterbühnenverhalten ist, auf das zur unpassenden Gelegenheit aus Motiven heraus, die von der Gesellschaft nicht gebilligt werden, zurückgegriffen wird. Jeder Ort kann durch solches Verhalten in eine Hinterbühne verwandelt werden." (Goffman, 118).

     

    Einblick Performance:

    Sollte das Video nicht sichtbar sein, bitte hier clicken! (youtube)


    Event
    I-Sonic: Audiovisuelle Explorationen.

    Monolake D/NL
    Alois Huber/Andrea Nagl/Markus Wintersberger (A)
    Curated by Heinrich Deisl (skug – Journal für Musik)

    Eine Weltkarte, in der das Land Utopia nicht verzeichnet ist, verdient keinen Blick. Oscar Wilde

    Der Multimedia-Event „I-Sonic“, gastkuratiert von skug-Redakteur Heinrich Deisl, entstand in der Absicht, entlang audio-
    visueller Gestaltungsmöglichkeiten Kunst-, Performance- und Clubkontexte anhand aktueller Positionen zur Live-Audiovision
    auszuloten.

    Speziell an diesem Abend treten Monolake (Robert Henke/Tarik Barri) und Alois Huber/Andrea Nagl/Markus Wintersberger
    auf, die als Videobands – anders als bei klassischen VJ-Sets – besonderen Wert auf die präzise Abstimmung zwischen
    den auditiven und visuellen Sequenzen ihrer Stücke legen. Bei beiden Formationen stehen neben Ambient- und
    Soundkunst-Konzepten die Charakteristika des Dancefloor zwischen Electronica und Dub gleichberechtigt im Fokus.
    Während der Raum mit einem quadrophonischen Surround-System akustisch vermessen wird, interagieren die
    zeitlupenartigen Bewegungsabläufe der Tänzerin Andrea Nagl ebenso wie die Visuals mit der Musik und betonen den
    scharfen Kontrast zwischen den Betonmauern des Flakturms und den teils mathematischen, teils organischen
    Bildsequenzen.

    Zur Veranstaltungsreihe CAT OPEN, die im Rahmen der MAK NITE© im MAK-Gegenwartskunstdepot Gefechtsturm
    Arenbergpark stattfindet, sind Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich mit der räumlichen Besonderheit des
    historischen Ortes zu beschäftigen und zugleich über die visionäre Idee eines sich stetig erweiternden und wachsenden
    Kunstortes, wie ihn das Projekt CAT – Contemporary Art Tower (www.cat.MAK.at) vorsieht, zu reflektieren. In Verbindung
    mit der prägnanten Architektur des Flakturms entsteht bei „I-Sonic“ aus diesem audiovisuell-performativen Dispositiv ein
    Gesamterlebnis aus Techno-Club, Tanz-Performance, Bilderwelten in Echtzeit. Text: Heinrich Deisl

    Video
    Die Zone. Aus der Serie “Landscapes of desire”
    Variable Videoprojektion 2011, HD Video 16:9, 8:50 Minuten
    Konzept, Produktion, Video und Audio: Markus Wintersberger

    Die Zone ist eine abstrakte Übersetzung der Anfangs Sequenz aus dem Film “Stalker” von Andrej Tarkowski. In dieser
    begeben sich die Protagonisten des Films in ein verbotenes Gebiet, die Zone genannt. In einer akustisch eindringlichen
    Fahrt mit einer Eisenbahn Draisine überlisten sie das Wachpersonal am Eingang zur Zone. Diese Akustik wurde für die
    Videoarbeit “Die Zone” als rhythmusgebende Tonspur neu montiert und verfremdet. Die Tonspur verweist auf die realen
    Assoziationsketten im Film Stalker, versucht diese aber mittels einer abstrakten Bildkomposition in einen metaphorischen
    Raum zu überführen. Markus Wintersberger 2011

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    Fotos Performance © Marlies Wirth.

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    Andrea Nagl © 2013

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  • 2 thoughts on “I-Sonic

    1. Pingback: Kugelkopf extended: Hiroshima, mon Amour | Andrea Nagl

    2. Pingback: Kugelkopf extended 2: Paraphrase auf die eilige Welt | Andrea Nagl

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