[Zwischenraum ~ 2017 kHz]

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  • [Zwischenraum ~ 2017 kHz]

    Eine assoziative Tanzperformance zum Thema Dystopie

    *Die Welt besteht nicht nur aus schwarz und weiß, jedoch: was ist dazwischen?*

     

    Konzept: Nagl ~ Wintersberger & CARLA
    Künstlerische Leitung: Andrea Nagl
    Choreographie & Performance: Andrea Nagl, Carla Schuler
    Objekte, Bühnenbild: Markus Wintersberger
    Musik: Werke von Karlheinz Essl (Deconstructing Mozart, Rouge de Rouge, Grids, Tristan’s Lament, Herbecks Versprechen)

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    Foto-Dokumentation offene Probe/Tanz*Hotel auf flickr

    Foto-Dokumentation Performance PolyArtStudioSvec auf flickr

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    Unauflösbar verstrickt in einen utopischen Erinnerungsraum streben wir in bedingungsloser Zukunftsgläubigkeit in unsere eigenen dystopischen selffulling prophecies.
    Was für die einen Utopie ist für die anderen längst Dystopie, das Zwischenspiel der Kräfte lässt keinen Zweifel, jede Entscheidung ist eine Frage der Balance, der Kontext kippt, der Content ist labil, metastabil, der Zwischenkasten ein weißes Rauschen.

    Im Zustand des irrenden Zwischenraums entspinnen sich die Szenenanordnungen
    von [Zwischenraum ~ 2017 kHz] assoziativ als Momentaufnahmen von Stimmungen
    und Atmosphären rund um die Schlagworte Utopie und Dystopie. Die Bilder changieren gleichsam zwischen Grau- oder auch nuancierten Farbwerten und kristallisieren einzelne begriffliche Aspekte konkret heraus. Die Grenzen verfließen, es ist ein Gemenge von Bild-Stimmen, ein bewegter Augenblick, eine Momentaufnahme einer Unendlichkeit, ein gerissener Augenblick und das immernde Filmbild brennt sich langsam in die Retina ein.

    Wir sammeln Stimmungen, Atmosphären, Bilder und verleiben sie uns ein, transformieren sie und nutzen sie als Inspiration für unsere Bewegungsstrukturen und unser Bühnen-Setting, von Markus Wintersberger gestaltete Skulpturen aus dem Ausgangsmaterial Glasköpfe – wer beherrscht den Kopfraum?

    Wer, wie, was ergreift Besitz von unserem Denken?

    Zwei Frauen bewegen sich gemeinsam in diesem Raum und sind die meiste Zeit doch isoliert, auf sich gestellt. Versuche, einander zu unterstützen, müssen zwangsläu g scheitern in einer Welt, in der es ausschließlich um Konkurrenz, Gier und Macht geht. Nur in der Parallelwelt der Erinnerung oder des Rückzugs vom konkreten Mensch-Sein, der Naturwelt, findet das bloße Sein, die Essenz der Wesenheit Raum.

    Abstraktes changiert mit Konkretem, Ernstes mit Skurilem, Figur mit Objekt.
    Der Sinnzusammenhang erschließt sich in einem dystopischen Resonanzraum, in der Echokammer der Kunst.

    Chimären gleich torkeln die Performerinnen durch die Nacht, sie tanzen um ihr Leben und geben sich der Illusion hin, sich selbst zu verwirklichen. Einmal ein funktionierendes Rädchen im Getriebe der Weltenuhr, im nächsten Moment ausgesetzt und hinausgeworfen aus der Bequemlichkeit der fließenden, weichen, abgerundeten und abgeschliffenen Übergänge.

    Darf der Körper noch Inhalt vermitteln?

    Darf ich meinen seelischen Zustand zeigen oder muss alles dem soft-wash-Gang des Neoliberalismus geopfert werden und ein permanentes schmieriges Grinsen das Gesicht verunstalten? Schreien wir es hinaus, es reicht, ich ziehe meinen zerschmetterten Kopf hinter mir her, bis zum gänzlichen Verlöschen der menschlichen Existenz im Tode. Tristan gleich schicken wir unsere Köpfe hinaus in die Welt, auf dass sie eine neue Gesellschaftsordnung errichten, lasst uns ertrinken „in des Welt-Atems wehendem All“.

    Hören wir Stimmen in unserem Kopf? Sind wir noch fähig, einander in die Augen zu schauen, ohne die emphatische Maschine aus Virtual Reality?

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    Ernst Herbeck:
    Das Leben

    Das Leben ist schön
    schon so schön als das Leben.
    Das Leben ist sehr schön
    das lernen wir; das Leben;
    Das Leben ist sehr schön.
    Wie schön ist das Leben.
    Es fängt schön an das Leben.
    So (schön) schwer ist das es auch.
    (in: Der Hase!!!! Hg.von Gisela Steinlechner. S.8)

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    Dauer: ca. 30min.

    offene Probe/Performance: 8. Juli 2017, Tanz*Hotel

    Premiere: 30. September 2017, Einlass ab 19:00, Beginn 19:30,
    PolyArtStudioSvec / Symposium virtu.real – zur aesthetik des digitalen
    Hochfeldstraße 21, 3071 Böheimkirchen

    Infos IGPE

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    Fotos: offene Probe Tanz*Hotel, Juli 2017, Markus Wintersberger (Postpro Andrea Nagl)
    Performance PASS, September 2017, Karlheinz Essl

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    Andrea Nagl © 2017

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