MadeMorphRadiolaria

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  • MadeMorphRadiolaria

    @ Eröffnung von “Wir Haben Eine Wahl”
    Wahlbüro XX TÉCHNE
    Linzerstrasse 17, St. Pölten

    IMA Institut für Medienarchäologie

    Andrea Nagl: durational Performance – Foto – Text

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    ima.or.at 
    Was / wie ist die Frau der Zukunft?
    Was / wie ist der Mann der Zukunft?
    Gab / gibt es nicht Gesellschaften, die mehr als zwei Geschlechter kennen?
    Was ist Familie ohne biologische Eltern?
    Was brauchen wir, damit Frauen tatsächlich frei über ihren Körper bestimmen können?

    Wer wär ich Wenn?

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    MadeMorphRadiolaria 2018 (Nagl ~ Wintersberger 2013)

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    Aufgefordert, drei Fragen zum Thema im Kontext der eigenen Arbeit zu stellen und diese zu erklären, formuliert MadeMorph folgenden Text:

    Gibt es einen Weg zu respektvollem Miteinander und gegenseitiger Verbundenheit?

    Die Frage bezieht sich auf den evolutionär und entwicklungsbezogen frühen Zustand von “MadeMorph”. Der Einzeller, und in einem großen Sprung die Made, der Wurm, der Engerling, ebenso das Embryo, der Fötus stehen einander noch nicht in einem primär konkurrierenden, neidischen, gierigem, somit kriegerischen Verhältnis gegenüber. Alles ist flüssig, ist Wasser, ist im Fluss, es gibt mehr oder weniger Stoffwechsel, Bewegung setzt sich durch die gesamte Zelle, das gesamte Wesen fort, Spannung an einem Ende ist auch am anderen deutlich spürbar, wird ausgeglichen durch Räume von Stille, die Stille lädt ein, sie zieht an, sie ist das nicht urteilende Annehmen, das in Offenheit wahrnehmen.

    – Steht “das Weibliche” als soziale-politisch Kategorie mehr für Atem des Lebens, im Fluss sein und Einklang mit den Energiegesetzen als “das Männliche“?

    bezieht sich auf die Zyklizität des weiblichen Körpers, und der damit verbunden stärker wellen- und kreisförmigen Denklogik, die stärkere Durchlässigkeit von Körper-Geist-Emotion, die Fähigkeit zu intuitiver, körperspürender Wahrnehmung, und Fokussiertheit auf ein Miteinander, Kommunikation, Interaktion und Kompromiss, zu der Frauen vermutlich erzogen werden und zumindest dadurch besser fähig sind.

    – Können wir durch Reproduktion das Feine, Künstlerische und Lebendige, wofür MadeMorph als Synonym steht, erhalten?

    MadeMorphRadiolaria bezieht sich in ihrer stetige, feinen, subtilen Bewegung auf die Urquelle alles Seins. Bewegung ist Leben, Leben ohne Bewegung nicht möglich, das Herz beginnt nur wenige Tage nach der Befruchtung der Eizelle zu schlagen und hört erst in der Stunde des Todes auf, der Atem des Lebens durchflutet den Körper noch früher und länger. Die Made, der Engerling, der Wurm als Frühform von oft fliegenden Lebewesen, in diesem Stadium mit fressen und Entwicklung beschäftig, wachse und gedeihe ist auch der Auftrag an das Embryo. MadeMorph atmet und bewegt sich zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter, bei Tag und bei Nacht, es ist ein stetiger Antrieb, wie in der Kunst, die Notwendigkeit, sich auszudrücken, zu kreieren. MadeMorphRadiolaria plädiert für die Freiheit der Kunst, für das Poetische, Feine, Subtile, für die Verweigerung der Kommerzialisierung und Kapitalisierung, gegen die behaupteten “Wünsche” des Kunstmarktes, von Kurator*innen, Galerist*innen, Theaterdirektor*innen, gegen die Vermischung von Design und Kunst, Kunst und Wirtschaft, Marketing und Kunst, Kunst und Kapital.

    Die Reproduktion steht hier für Widerständigkeit und Umgehung der alterhergebrachten, scheinbar unumstößlichen Systeme und Gesetzmäßigkeiten.

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    Fotodokumentation auf flickr coming soon!

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    Andrea Nagl @ 2018

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