Sequitur_caleidoscopia ext.

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  • Sequitur_caleidoscopia ext.

    Konzept, Choreografie & Tanz: Andrea Nagl
    Viola & Live-Electronics: Judith Reiter
    Live Visuals: MONOCOLOR (Marian Essl)
    Komposition (Sequitur IIIb & IVb): Karlheinz Essl
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    Koproduktion: Andrea Nagl / DAS OFF THEATER / TANZ*HOTEL
    Licht: Alexander Wanko/Bert Gstettner, Ernst Kurt Weigel

    10. & 11. Januar 2019, OFF.WHITE.BOX, Kirchengasse 41, 1070 Wien
    Ein gemeinsamer Abend mit “In between…” von Monika Huemer und Natascha Wöss (www.monikahuemer.at)

     

    GASTSPIEL Musikfestival INTONAZIONE, Einsiedelei Santa Caterina, Elba (I), 20.9.2019

    Konzept, Choreografie & Tanz: Andrea Nagl
    Viola & Live-Electronics: Rafał Zalech
    Live Visuals: MONOCOLOR (Marian Essl)
    Komposition (Sequitur IIIb & IVb): Karlheinz Essl

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    Video des 1. Teils von Sequitur_caleidoscopia ext. zu Sequitur IIIb im OFF Theater, Jänner 2019 (Sollte das Video nicht sichtbar sein, bitte hier clicken!)

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    Flyer

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    Foto Dokumentation auf flickr 

     

     

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    Sequitur_caleidoscopia ext. OFF Theater, 10.1.2019
    Fotos: Nagl ~ Wintersberger

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    Eine atonale Choreografie mit Live-Visuals auf der Basis von Karlheinz Essls Sequitur IIIb & IVb für Viola und Live-Electronics – erweiterte Version

    Sequitur_caleidoscopia ext. entstand aus der inneren Notwendigkeit, mein Erleben bei der Rezeption Neuer Musik auf das Medium des Tanzes und der Choreografie zu übertragen.

    Betraf dies bei der Choreografie zu Sequitur IVb*) stärker das Gefühl unvorhersehbarer Tonfolgen und rhythmischer Strukturen in atonaler Musik, ist sie bei Sequitur IIIb stärker vom Interesse an graphischen Notationen und kompositorischen Anweisungen geleitet.

    Auf Basis der Partitur von Sequitur IIIb & IVb entstand ein Repertoire an getanzten Gesten und Artikulationen, die in die musikalische Struktur kaleidoskopartig eingeschrieben werden. Der tanzende Körper agiert gleichsam als weitere Stimme oder Klangspur: Bewegung wird als Musik gedacht, Musik als Bewegung, beide verweben sich zu einer plastischen Skulptur im Raum.

    So wie die Instrumentalstimme der Viola auf elektronischer Ebene zu einem komplexen Kanon aufgefächert wird, findet diese „digitale Verschiebung“ mittels graphischer Visuals auch auf visueller Ebene statt. Wie in einem Spiegelkabinett lösen sich die ursprünglichen Identitäten auf, bewegen sich durch ein Labyrinth an gegenseitigen Bezügen.

    So entsteht ein Kaleidoskop aus akustischer und visueller Information. Bewegung, Klang und Bild schreiben sich in die gegenseitigen Zwischenräume ein, öffnen einander Freiräume der Kommunikation und erschaffen ein Ganzes, das mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.

    *) Premiere im Rahmen von Artist at Resort/Tanz*Hotel, Mai 2018 – link zum Beitrag Sequitur_caleidoscopia

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    Trailer / Kurzschnitt von von Sequitur_caleidoscopia ext. 1. und 2. Teil im OFF Theater, Jänner 2019(Sollte das Video nicht sichtbar sein, bitte hier clicken!)

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    Kritik von Rando Hannemann in tanz.at

    “Das erste, circa halbstündige Stück dieses zweiteiligen Abends, Andrea Nagls im Mai 2018 im Wiener Tanz*Hotel uraufgeführtes „Sequitur_caleidoscopia ext.“, entstand als choreographische und tänzerische Reaktion auf einen 14-teiligen Zyklus von Kompositionen Neuer Musik für verschiedene Instrumente und Live-Elektronik, „Sequitur“ von Karlheinz Essl, aus dem sie die zwei für Viola geschriebenen Teile IIIb und IVb, hier live gespielt von Judith Reiter, auswählte und “vertanzte”. Die Solo-Musik, atonal, arhythmisch, reich an Glissandos, Fermaten und Pausen, wird durch eine eigens für sie entwickelte Software mit verschiedenen Effekten in den Raum gegeben, den Originalklang der Viola nie verdeckend. Die auf die Rückwand projizierten Live-Visuals von Marian Essl (MONOCOLOR), dem Sohn des Komponisten, ergänzen das Setup zu einer akustisch-visuellen Gesamtheit, die natürlich durch den Tanz Andrea Nagls geprägt wird. Sie und die Bratschistin interagieren. Andrea Nagl entwickelt in ihrem Tanz ein Bewegungsvokabular, das, wie die Musik selbst, kontrapunktisch auf sich selbst und die Musik reagierend den Bühnenraum nutzt und füllt. Ihre genauen, kraftvollen, teils skulpturalen Bewegungen werden ebenso wie ihre starke Bühnen-Präsenz vom Lichtdesign (sie wird fast ausschließlich von der Seite beleuchtet) ausdrucksstark in Szene gesetzt. 
    Diese gelungene Kombination aus Live-Musik, Solo-Tanz und Live-Visuals entfaltet eine Poesie, die gefangen nimmt und lange nachwirkt.”

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    Kritik von Michaela Preiner in European Cultural News

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    Sequitur_caleidoscopia ext. OFF Theater, 10.1.2019
    Videostill: Simon Essl / Andrea Nagl

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    Choreografische Überlegungen und Inspirationen:

    John Cage: Für die Vögel. Gespräche mit Daniel Charles; Berlin: Merve Verlag 1984

    Klänge haben kein Ziel, "sie sind, und mehr nicht. Sie leben"
    Man kann nichts genau wiederholen – nicht einmal sich selbst!
    Stille als die Gesamtheit unbeabsichtiger Klänge, Stille = Klang

    -> Bewegung = Nicht-Bewegung; Wiederholung / Variation; Bewegung nicht in Beziehung setzen, Kontinuum ohne Höhepunkt.

     

    Graphische Partituren im Allgemeinen und im Besonderen die im Wien Modern 2018 Abreiß-Programm abgebildete graphische Partitur von Roman Haubenstock-Ramati: Konstellationen (Wien Modern Programm, 11.Nov.2018), die die Bewegungssequenz zu Beginn von Sequitur_caleidoscopia ext. inspiriert hat.

    Nach der Reihenfolge der Bewegungen angeordnet (Zeichnung AN):

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    Rechtes Bein kreis, Arme cut, rechter Ellbogen, Arm+arch, V-Unterarme
    
    mehrfach rechter Arm Bewegung nach rechts (Kopf wechselt)
    
    Arme ziehen auseinander+Oberkörper
    
    Seitbeugen recht mit Pors de Bras, Kreis füllen mit 
    rechter Hand
    
    Hände+rechtes Bein, linkes Knie und beugen nach rechts

     

     

     

    Karlheinz Stockhausen: Aus den Sieben Tagen, 1968 (bes. “Richtige Dauern” und “Unbegrenzt”)
    für den Übergang zwischen Sequitur IIIb und IVb in Stille. –

    -> die Bewegung darf sein – “mit der Gewißheit, daß du beliebig viel Zeit und Raum hast”.

     

    Wie schon bei Sequitur_caleidoscopia zu Sequitur IV gab auch hier die Partitur von Sequitur IIIb (Karlheinz Essl) den strukturierenden Rahmen, die Matrix vor, in die alle Bewegungen eingeschrieben wurden und auf Basis deren Grundstimmung ich auf intuitive Weise die Bewegungsstrukturen anordnete. Von Einfluss waren besonders die permanenten subtilen Verschiebungen von Dauer, Lautstärke und Tempo.

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    Sequitur_caleidoscopia ext. in Santa Caterina, Elba (Festival Intonazione, 20.9.2019)
    Videostill Pippa Parragh / Andrea Nagl

     

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    Premiere im OFF Theater, 10./11.1.2019:

    Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk Neubau

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    Andrea Nagl © 2019

    W.A.L.Z. Performance Collective

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