Bergwesen oder Natternhemd

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  • Bergwesen oder Natternhemd

    Performative Intervention, research, Fotoserie, 2016.

    Part 1: Schobergruppe/Hohe Tauern – Winklerner Hütte / Winkler Vieh Alm, Wangenitzsee (-Hütte), Eissee/niedere Graden Scharte, Großer Gradensee / Adolf Nossbergerhütte, Gartl / Hochschoberhütte, Trelebitsch Kar
    Part 2: Hochschwab

    Nagl ~ Wintersberger

    Schlange FLICKR 2016 093 Schlange FLICKR 2016 154

    Vollständige Fotoserie Schobergruppe auf flickr bitte hier clicken!

    Zur vollständige Fotoserie Hochschwab auf flickr geht´s hier!

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    Schlangen wachsen ihr Leben lang. Ist ihre Hülle zu klein geworden, fahren sie aus der Haut. Die leere Hülle, mit der Innenseite nach außen gekehrt, bleibt zurück. Wir kehren unser Inneres nach außen, zeigen uns verletzlich und Fleisch geworden, wir ziehen uns aus bis auf´s letzte Hemd, um unsere Kunst zu verfolgen. Wir schlängeln uns durch Spalten und kriechen über Felsen, um unser altes Ich abzustreifen.
    Die abgelegte Haut formt sich zur Skulptur, entsockelt*) liegt sie da, die Natur ist uns Museum, die Landschaft unsere Bühne.
    Einer verlebendigten Masse gleich schmiegt sich das “Natternhemd” in die Formen der Natur, sie folgt ihnen und imitiert sie, sie passt sich den Gesteinsformationen an als ein weiterer Fels in der Landschaft. Gleichzeitig ist sie ihre Zäsur, stellt einen Fremdkörper dar, ist zu artifiziell und glatt.
    Natur und Kunst verschmelzen, die Häutung ist passiert, die Metamorphose beginnt, die Textur der Oberfläche ist das Tarnkleid. Die Illusion setzt sich fort in den Köpfen und in den glazialen Formen…
    Relief und Figur, Landschaftsform und Körperform – die Performerin greift in die Oberflächengestaltung der Bergwelt ein, einer negativ-Erosion vergleichbar fügt sie hinzu, baut sie um, gestaltet sie neu.
    Die Erdoberfläche besteht aus Vollformen und Hohlformen**). Das Natternhemd, als leere Hülle einer Gussform gleich, widerspricht dennoch der Idee der Vertiefung, der in die Vollformen eingreifenden Einbuchtungen und Nischen, es vollzieht eher eine metamorphe Felswerdung. Die Figur als Skulptur, als dreidimensionale Form, ragt aus der Erdoberfläche auf – der Baum der Erkenntnis.

     

    *) Carl André
    **) Allgemeine Geomorphologie: Textteil u. gesonderter Bilderteil, Band 2
    von Herbert Louis & Klaus Fischer

    Schlange Hochschwab 08 2016 Nikon J1 RAW JPG 090 Schlange Hochschwab 08 2016 Nikon J1 RAW JPG 018

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    Andrea Nagl @ 2016

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